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aus 2 Nationen
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Frauen: 5
juengsterMann 1980
aeltesterMann 1938
juengsteFrau 1957
aeltesteFrau 1940
kuerzesteEtappe 50.5km
laengesteEtappe 83.9km
Ø etappe 24.7km
Ingo Schulze
Hauptstraße 52
72160 Horb - Nordstetten
Tel: 0049 (0) 7451/4615
Fax: - 624756
Mobil: 0171 / 42 51 435
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Ingos Erfahrungen als Organisator des „TE-FR 2012. Das Buch hat 205 Seiten. ISBN 978-3-95488-207-6. Preis: 12 Euro. Alle Bücher können beim "Engelsdorfer-Verlag" bestellt werden. Gern können die Bücher auch bei Ingo direkt bestellt werden und er schreibt eine Widmung hinein.
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Übersicht
Vorberichte
01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06
Nachberichte
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Spremberg nach Bautzen / 02.09.2001
77.9 km / 370.1 km gesamt 48.4 mi / 230 mi gesamt 36 tnamstart / 33 tngewertet |
Tageswertung
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Gesamtwertung
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![]() | Dirk Wackernagel | 5. Etappe |
![]() | Ingo Schulze | Die Seenetappe |
![]() | Ronald Nickel | 5. Etappe |
weiterzuBilder. |
Dirk Wackernagel
Die Läuferinnen und Läufer hatten da noch geringe Vorteile. Das Rezept hieß Bewegung. Der Wille mußte heute ganz besonders sorgsam auf Standhaftigkeit programmiert werden, denn es war keine Aussicht auf Besserung vorhergesagt worden.
Ich hatte mich für die Regenjacke und die Kappe als Dachrinne entschieden. Das Durchnässen konnte ich damit zwar nur kurz herauschieben, aber die Wärme blieb doch lange Zeit bei mir und der Blick blieb klar.
Mit Blitzlichtgewitter startete 6 Uhr wie gewohnt die erste und 7 Uhr die schnellere Gruppe Richtung Bautzen. Es war ein recht stupides Stück des Spreeverlaufes zu bewältigen. Tagebaue, Militärgelände und weite, teils hügelige Felder säumten die heutige Strecke. Es gab teilweise Abschnitte, die fünf, sechs Kilometer nur geradeaus verliefen.
In Neustadt rüstete sich die Freiwillige Feuerwehr zum 80. Geburtstag...bei strömendem Regen. Da ist mir ein Lauf im Regen aber lieber, als auf kalten Holzbänken in zugigen Festzelten zu frieren/ zu feiern. Naja, die Feuerwehrleute sahen das vielleicht wieder ganz anders.
Ludger hatte es heute auch nicht einfach. Das Tempo der ersten Tage forderte seinen Tribut. Eine Knochenhautentzündung war im Anmarsch.
Bei Tageshalbzeit mußte er zähneknirschend aufgeben und das auch noch an seinem Geburtstag. Es war mehr eine Vorsichtsmaßnahme, da er dieses Jahr noch ein paar Läufe bestreiten wollte. Seine Erfahrungen mit dieser Plage waren auch nicht gerade die besten gewesen.
Ich selbst war in dieser Hinsicht auch nicht verschont geblieben, aber es war noch im Rahmen des Erträglichen. Ich biß auf die Zähne, reduzierte mein Tempo, hielt an meinem Rhythmus fest und versuchte den Tag irgendwie rumzukriegen. Links im Bild (in Neustadt) sah ich noch besser aus, als es in Wirklichkeit war. Hätte bloß noch gefehlt, daß einer mir zuruft: "Dirk, da geht noch was, du siehst gut aus!".
Im Bushäuschen zu brunchen, war der himmel auf Erden. Allein die Gelegenheit, mal im Trockenen zu sein, war verdammt nah am Wellness. Den Betreuern war dies natürlich ebenso recht.
Als allerdings ein Autofahrer an einem unserer ersten Verflegungsstationen sich rein zu Entertainment-Zwecken zu uns gesellte und in der engen Wellblechhütte die Kippen auspackte, machten wir ihm "höflich aber bestimmt" klar, daß er dabei war, sein Wohlbefinden im Handumdrehen zu verschlechtern.
Ich nutzte diese Pausen, um meine Beine fitzuhalten und mich aufzuheitern.
Britta rieb mir die Beine mit einer "Wundersalbe" ein, während ich fürs leibliche Wohl meinerselbst sorgte. Ganz nebenbei fuhr ich wie ein Spieß (für die ungedienten dieser Republik: Spieß ist ein altmilitär. Begriff für Mutter der Kompanie) mit dem gestreckten Zeigefinger über die Innenversteifung des Bushäuschens und bließ mit den Worten, "Lange nicht Staub gewischt, was!" den Staub in den Regen hinaus. Daniela, "Chefin" dieses Verpflegungspostens, kündigte daraufhin "beleidigt" an, mir am Abend die Beine nicht mehr massieren zu wollen.
Das dicke Ende kam heute aber noch. Vor Bautzen fingen nach rund 350 km Flachstrecke die Berge an. Die ersten Finisher waren auch nicht sehr darüber erbaut, aber den nachfolgenden Kämpfern dieses Tages würde diese Bürde den Rest der guten Laune stehlen, wenn sie den Buttermarkt am Reichenturm hinaufstiefeln müßten. Daß das Ziel nicht in der Nähe der Unterkunft und die langersehnte heiße Dusche dann auch noch in einer anderen Straße waren, daß war ein Härtetest für Hartgesottene.
Ich schleppte mich total erfroren in Begleitung meiner mich aufmunternden Frau die letzten Gipfel in Bautzens Innenstadt hinauf. Ich hatte echt die Nase voll vom windigen Regen. Der eklige und nasse Gegenwind war echt der absolute Tipp für Gourmets gewesen. Mein neuer Slogan der Woche: Quäl Dich, es gibt Menschen, denen geht es schlechter als dir!
Das Flehen der Durchnäßten hatte dann aber ein Ohr bei Super-Ingo gefunden und so wurde wenigstens das Essen (Spirellis mit Tomatensoße) im viel zu engen Flur der Schule eingenommen. Das hatte was...
Ludgers bessere Hälfte, Simone, war eigens zu seinem Geburtstag aus Gelsenkirchen angereist und hatte leckeren Kuchen gebacken. Wir waren eingeladen. Es war der Höhepunkt des Tages. Selbst dafür hätte es sich gelohnt, nach Bautzen zu laufen.;-)
Ich nahm noch meinen täglichen Termin bei Daniela wahr und drollte mich dann in die warmen "Federn". Schlaf war das Einzige, was mich für die morgen anstehenden 50,5 km noch fitmachen konnte. Britta hatte mir so ziemlich alles abgenommen, was nach Arbeit roch. Wer stopft schon gerne Schuhe aus und hängt die nassen Klamotten auf die Leine...?
Ingo Schulze
Am
nächsten Morgen war der Himmel dicht verhangen und sah grau in grau
aus. Nur wirkliche Optimisten konnten sich Hoffnungen machen, dass sich
der Himmel noch aufklart. Auch ich gehörte zu diesen Optimisten und
versprach den Läufern und Betreuern, dass sich das Wetter schon beruhigen
wird. Bei leichtem Nieselregen machten sich die Teilnehmer dennoch froh
gelaunt auf dem Weg.

Horst konnte seine Kreidepfeile heute vergessen. Er behalf er sich heute
im Wesendlichen mit den Aufklebern. Diese wurden an Gräsern und dünnen
Zweigen befestigt. Es galt heute, ein wenig Phantasie zu zeigen und davon
hatten die Streckenmarkierer genug. Anfangs malte ich noch einige Kreidepfeile,
denn zu diesem Zeitpunkt mussten sie maximal 1 bis zwei Stunden zu sehen
sein.
In
Spreewitz suchte ich den ersten Versorgungspunkt, aber irgendwie musste
meine Brille beschlagen gewesen sein und ich begab mich daher zum zweiten
Verpflegungspunkt. Harald kam mir entgegen und ich fragte ihm nach dem
ersten Verpflegungspunkt. Aber Ingo, der ist doch ....... ! OK, was soll’s,
meine Brille war halt doch beschlagen oder musste mal wieder ausgewuchtet
werden!
Unterwegs kam ich an einem Imbiss-Stand vorbei und freute mich schon
auf eine Currywurst und eine Tasse Kaffee. Irgendwie wollte es mir nicht
so recht schmecken. Neben mir stand jemand mit einer ekligen Nikotinfahne.
Ich hatte das Gefühl, dass auch mein Kaffee schon danach schmeckte
und als der mir noch ein Ohr abnagen wollte, indem er mir von „seiner bescheuerten
Alten“ erzählen wollte, so hatte er sich wirklich ausgedrückt,
suchte ich das Weite.
In
meinem Magen grummelte es und es meldeten sich leichte Kopfschmerzen. Es
war wohl der Dauerstress, dem ich ausgesetzt war. Diesen Stress, ob ich
ihn nun berechtigter Weise habe oder nicht, kann mir keiner nehmen. Es
helfen dann auch keine Sprüche: Das muss man alles nicht so verbissen
sehen oder ähnliche Äußerungen. Würde ich es nicht
verbissen sehen, dann könnte ich gleich daheim bleiben. So ein Unternehmen
ist keine Spielerei. Du musst jeden Tag für etwa 70 Teilnehmer und
Betreuer da sein. Diese müssen Essen, schlafen, haben körperliche
und seelische Probleme, einige nette Zeitgenossen erzählen dir was
du alles nicht richtig gemacht hast und überhaupt, an deiner Stelle
hätte ich es so gemacht. Klasse, wenn diese Kameraden sich beim nächsten
Mal mit einbringen würden, dann wäre es eine super, super Veranstaltung.
Darauf angesprochen, bekommst du dann zu hören: Ja, ich muss ja Arbeiten.
Hier sei nebenbei bemerkt, dass Ingo auch nicht über Langeweile klagen
kann.
Hier ein Ausschnitt meines langweiligen Lebens: Ich arbeite im Dreischichtbetrieb,
dass heißt: 3 Frühschichten, 3 Spätschichten und 3 Nachtschichten.
Dann darf ich 2 ½ Tage faulenzen. Ich bin in einem Sportverein von
1.100 Mitgliedern als Schriftführer im Vorstand. In diesem Verein
leite ich auch die Leichtathletikabteilung mit 115 Mitgliedern. Ich organisiere
1 bis 2 Volksläufe und so nebenher organisiere ich für die Stadt
in diesem Jahr noch eine Inliner- Veranstaltung und einen Stadtlauf. Da
bei diesen Veranstaltungen keine Zeitnahme und Anmeldung gemacht
wird, ist es natürlich kein großes Thema. Na ja, aber machen
will auch das keiner. 1998 kandidierte ich für den Gemeinde- und Ortschaftsrat.
Ich hatte mehr Glück als Verstand. Man wollte Ingo als Sportler und
nicht als Politiker. Jemand sagte mir, dass ich schon als Sportler genug
Scheiß herausrede, als Politiker wäre ich daher nicht auszuhalten.
Es lebe hoch, dieser kluge Mann.
Zwischen dem 3. und 4. Versorgungspunkt befuhr ich einen Waldweg und
war froh, dass ich da heil herausgekommen bin. Als ich diesen im Mai mit
meinem Mountainbike abgefahren bin, musste ich immer wieder vom Rad absteigen,
weil der Weg sehr sandig war. Jetzt mit dem Auto, hieß es nur noch
volle Pulle und bloß nicht stehen bleibt. Wer stehen bleibt, muss
angeschleppt werden und wenn der „Abschlepper“ auch stehen bleibt? Dann
haben wir ein Problem!
Eine Weile wurde dran gedacht, das der 8. Versorgungspunkt weggelassen
werden kann. In anbetracht dieses überaus freundlichen Wetters war
es allerdings nicht unbedingt angebracht. Es hörte wirklich nicht
eine einzige Minute auf zu regnen.
Ich
musste mich jetzt beeilen, dass ich nach Bautzen kam. Ich war etwas unsicher,
wo hier der Zieleinlauf gemacht werden sollte. Thomas und Sebastian hatten
schon ihre Stellung auf dem Marktplatz eingenommen. Ein Mitarbeiter des
Ordnungsamtes wollte schon einschreiten, aber beim Stichwort „Spreelauf“
war alles in Ordnung. Wenige 100 Meter vom Zieleinlauf war die Turnhalle
für die Übernachtung. Noch einmal wenige 100 Meter war die Halle
mit den Duschen und noch einmal einige 100 Meter weiter sollte das Essen
beim DRK eingenommen werden. Das wollte ich angesichts des heutigen Tages
niemandem aufbürden und bat daher das DRK um eine andere Lösung.
Man wollte das Essen dann in die Übernachtungshalle bringen. Das DRK
war überaus zuvorkommend und sie brachten zunächst einen Kübel
mit heißem Tee, der von den durchgefrorenen Läufern gern angenommen
wurde.
Das Abendessen war mehr als reichhaltig. Ein ganzer Kübel mit Nudeln
musste wieder mitgenommen werden. Als ich so meine Läufer und Betreuer
beim Essen beobachtete, musste ich feststellen, dass die noch mehr als
Wehrpflichtige futtern. Bei einigen hatte ich das Gefühl, dass sie
auch die Portion aßen, die sie am Tage zuvor als Nachschlag nicht
mehr bekommen hatten.
In Bautzen wurden einige Läufer auch von ihren Angehörigen
erwartet. Da war die Familie von Henry Wehder, Brigitte Leismann, die Freundin
von Hubert Karl, Christine Freter, die auch bei der letzten Etappe mitlief
und die Familie von Rene Strosny. Rene hatte als Bautzener hier den absoluten
Heimvorteil und ich bemerkte, wie er immer wieder von Leuten begrüßt
wurde.
Horst, der Unermüdliche, machte sich jetzt schon schlau, wie er
am nächsten Tag am besten aus Bautzen herauskommt. Ein Ehepaar, welches
bei diesem Sauwetter einen Schaufensterbummel machte, erklärte Horst
den Weg.
Inge machte heute einen recht abgeschlafften Eindruck und da sie in
den vergangenen Tagen wenig von mir hatte, beschlossen wir, dass wir uns
mal für eine Stunde absetzen. Im Einkaufszentrum setzten wir uns in
ein Kaffee. Sie bemerkte meine Unruhe und so waren wir dann schon nach
45 Minuten zurück.
Es war heute eine gewisse Unruhe zu verspüren. Es war aber eine
angenehme Unruhe, denn auch die ausgestiegenen waren wieder allerbester
Dinge und wollten bei der Schlussetappe unbedingt dabei sein. Ich machte
schon keine Notizen mehr, wer jetzt am nächsten Tag starten wollte
und wer nicht. Man würde es am nächsten Tag sehen.
Ronald Nickel
Heute ist mein Wetter, es nieselt und ist ungemütlich. Ich laufe heute ein ganzes Stück schneller. Der Regen wird immer heftiger, die Wege sind überflutet, den Pfützen kann man nicht mehr ausweichen, also mittendurch.
Jetzt wird es aber selbst mir zuviel, zu dem Regen kommt auch noch Wind, glücklicherweise habe ich mir die Regenjacke eingepackt. Es sind zwar keine 10km mehr aber die Jacke ziehe ich jetzt an. Der Regen wird Sintflutartig, das Wasser auf den Feldwegen ist Knöcheltief.
50m vor dem Ziel verlaufe ich mich dann auch noch, so kann Reinhardt aufschliessen und wir laufen gemeinsam ein.
Ich hatte mir vorgenommen in Bautzen gibt es ein Eis, es gab eins und zwar die größte Portion die die ich bekommen konnte.
© Sebastian Bentele 2013 | sebastianbentele.de | impressum | Datenschutz | Seitenanfang