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Gemeldet: 53
aus 2 Nationen
Männer: 48
Frauen: 5
juengsterMann 1980
aeltesterMann 1938
juengsteFrau 1957
aeltesteFrau 1940
kuerzesteEtappe 50.5km
laengesteEtappe 83.9km
Ø etappe 70.1km

kontakt

Ingo Schulze
Hauptstraße 52
72160 Horb - Nordstetten
Tel: 0049 (0) 7451/4615
Fax: - 624756
Mobil: 0171 / 42 51 435
ultralauf@ischulze.de

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Cover von Ingos Buch
Das Buch über meine "Weltreise" als Passagier auf einem Frachtschiff ist fertig. Es kann bei Interesse bei mir oder beim Engelsdorfer-Verlag bestellt werden. Es kostet 18 Euro und auf 126 Seiten kann man mein 49-tägiges Seefahrtabenteuer nachvollziehen. Es ist mit über 65 Fotos bespikt, wovon 30 Bilder in Farbe sind. Es ist ein Handbuch für Nachahmer! ISBN 978-3-95488-492-6.

Cover von Ingos Buch Ingos Erfahrungen als Organisator des „TE-FR 2012. Das Buch hat 205 Seiten. ISBN 978-3-95488-207-6. Preis: 12 Euro. Alle Bücher können beim "Engelsdorfer-Verlag" bestellt werden. Gern können die Bücher auch bei Ingo direkt bestellt werden und er schreibt eine Widmung hinein. Cover von Ingos Buch ingosbuchText3
ingosbuchText4Cover von Ingos Buch

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DailyReport

 Übersicht

 Vorberichte
  01 |  02 |  03 |  04 |  05 |  06
 Nachberichte

Spremberg nach Bautzen / 02.09.2001
77.9 km / 370.1 km gesamt
48.4 mi / 230 mi gesamt
36 tnamstart / 33 tngewertet

berichtezur 5. etappe

Tageswertung

1. 03 Rainer Koch Deutschland 6:34:55
2. 11 Rene Strosny Deutschland 6:42:10
3. 09 Henry Wehder Deutschland 6:45:14
 

Gesamtwertung

1. 03 Rainer Koch Deutschland 28:56:57
2. 09 Henry Wehder Deutschland 29:12:41
3. 11 Rene Strosny Deutschland 30:07:24

deDirk Wackernagel5. Etappe
deIngo SchulzeDie Seenetappe
deRonald Nickel5. Etappe


 

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5. Etappe

Dirk Wackernagel

Die Seenetappe

Ingo Schulze

Noch nicht ganz zuende sanierte Halle im ersten StockAm nächsten Morgen war der Himmel dicht verhangen und sah grau in grau aus. Nur wirkliche Optimisten konnten sich Hoffnungen machen, dass sich der Himmel noch aufklart. Auch ich gehörte zu diesen Optimisten und versprach den Läufern und Betreuern, dass sich das Wetter schon beruhigen wird. Bei leichtem Nieselregen machten sich die Teilnehmer dennoch froh gelaunt auf dem Weg.

Ganz schön dunkel

Horst konnte seine Kreidepfeile heute vergessen. Er behalf er sich heute im Wesendlichen mit den Aufklebern. Diese wurden an Gräsern und dünnen Zweigen befestigt. Es galt heute, ein wenig Phantasie zu zeigen und davon hatten die Streckenmarkierer genug. Anfangs malte ich noch einige Kreidepfeile, denn zu diesem Zeitpunkt mussten sie maximal 1 bis zwei Stunden zu sehen sein.

In Spreewitz suchte ich den ersten Versorgungspunkt, aber irgendwie musste meine Brille beschlagen gewesen sein und ich begab mich daher zum zweiten Verpflegungspunkt. Harald kam mir entgegen und ich fragte ihm nach dem ersten Verpflegungspunkt. Aber Ingo, der ist doch ....... ! OK, was soll’s, meine Brille war halt doch beschlagen oder musste mal wieder ausgewuchtet werden!

Unterwegs kam ich an einem Imbiss-Stand vorbei und freute mich schon auf eine Currywurst und eine Tasse Kaffee. Irgendwie wollte es mir nicht so recht schmecken. Neben mir stand jemand mit einer ekligen Nikotinfahne. Ich hatte das Gefühl, dass auch mein Kaffee schon danach schmeckte und als der mir noch ein Ohr abnagen wollte, indem er mir von „seiner bescheuerten Alten“ erzählen wollte, so hatte er sich wirklich ausgedrückt, suchte ich das Weite. In meinem Magen grummelte es und es meldeten sich leichte Kopfschmerzen. Es war wohl der Dauerstress, dem ich ausgesetzt war. Diesen Stress, ob ich ihn nun berechtigter Weise habe oder nicht, kann mir keiner nehmen. Es helfen dann auch keine Sprüche: Das muss man alles nicht so verbissen sehen oder ähnliche Äußerungen. Würde ich es nicht verbissen sehen, dann könnte ich gleich daheim bleiben. So ein Unternehmen ist keine Spielerei. Du musst jeden Tag für etwa 70 Teilnehmer und Betreuer da sein. Diese müssen Essen, schlafen, haben körperliche und seelische Probleme, einige nette Zeitgenossen erzählen dir was du alles nicht richtig gemacht hast und überhaupt, an deiner Stelle hätte ich es so gemacht. Klasse, wenn diese Kameraden sich beim nächsten Mal mit einbringen würden, dann wäre es eine super, super Veranstaltung. Darauf angesprochen, bekommst du dann zu hören: Ja, ich muss ja Arbeiten. Hier sei nebenbei bemerkt, dass Ingo auch nicht über Langeweile klagen kann.

Hier ein Ausschnitt meines langweiligen Lebens: Ich arbeite im Dreischichtbetrieb, dass heißt: 3 Frühschichten, 3 Spätschichten und 3 Nachtschichten. Dann darf ich 2 ½ Tage faulenzen. Ich bin in einem Sportverein von 1.100 Mitgliedern als Schriftführer im Vorstand. In diesem Verein leite ich auch die Leichtathletikabteilung mit 115 Mitgliedern. Ich organisiere 1 bis 2 Volksläufe und so nebenher organisiere ich für die Stadt in diesem Jahr noch eine Inliner- Veranstaltung und einen Stadtlauf. Da bei diesen Veranstaltungen keine  Zeitnahme und Anmeldung gemacht wird, ist es natürlich kein großes Thema. Na ja, aber machen will auch das keiner. 1998 kandidierte ich für den Gemeinde- und Ortschaftsrat. Ich hatte mehr Glück als Verstand. Man wollte Ingo als Sportler und nicht als Politiker. Jemand sagte mir, dass ich schon als Sportler genug Scheiß herausrede, als Politiker wäre ich daher nicht auszuhalten. Es lebe hoch, dieser kluge Mann.

Zwischen dem 3. und 4. Versorgungspunkt befuhr ich einen Waldweg und war froh, dass ich da heil herausgekommen bin. Als ich diesen im Mai mit meinem Mountainbike abgefahren bin, musste ich immer wieder vom Rad absteigen, weil der Weg sehr sandig war. Jetzt mit dem Auto, hieß es nur noch volle Pulle und bloß nicht stehen bleibt. Wer stehen bleibt, muss angeschleppt werden und wenn der „Abschlepper“ auch stehen bleibt? Dann haben wir ein Problem!

Eine Weile wurde dran gedacht, das der 8. Versorgungspunkt weggelassen werden kann. In anbetracht dieses überaus freundlichen Wetters war es allerdings nicht unbedingt angebracht. Es hörte wirklich nicht eine einzige Minute auf zu regnen.

Ich musste mich jetzt beeilen, dass ich nach Bautzen kam. Ich war etwas unsicher, wo hier der Zieleinlauf gemacht werden sollte. Thomas und Sebastian hatten schon ihre Stellung auf dem Marktplatz eingenommen. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes wollte schon einschreiten, aber beim Stichwort „Spreelauf“ war alles in Ordnung. Wenige 100 Meter vom Zieleinlauf war die Turnhalle für die Übernachtung. Noch einmal wenige 100 Meter war die Halle mit den Duschen und noch einmal einige 100 Meter weiter sollte das Essen beim DRK eingenommen werden. Das wollte ich angesichts des heutigen Tages niemandem aufbürden und bat daher das DRK um eine andere Lösung. Man wollte das Essen dann in die Übernachtungshalle bringen. Das DRK war überaus zuvorkommend und sie brachten zunächst einen Kübel mit heißem Tee, der von den durchgefrorenen Läufern gern angenommen wurde.

Das Abendessen war mehr als reichhaltig. Ein ganzer Kübel mit Nudeln musste wieder mitgenommen werden. Als ich so meine Läufer und Betreuer beim Essen beobachtete, musste ich feststellen, dass die noch mehr als Wehrpflichtige futtern. Bei einigen hatte ich das Gefühl, dass sie auch die Portion aßen, die sie am Tage zuvor als Nachschlag nicht mehr bekommen hatten.

In Bautzen wurden einige Läufer auch von ihren Angehörigen erwartet. Da war die Familie von Henry Wehder, Brigitte Leismann, die Freundin von Hubert Karl, Christine Freter, die auch bei der letzten Etappe mitlief und die Familie von Rene Strosny. Rene hatte als Bautzener hier den absoluten Heimvorteil und ich bemerkte, wie er immer wieder von Leuten begrüßt wurde.

Horst, der Unermüdliche, machte sich jetzt schon schlau, wie er am nächsten Tag am besten aus Bautzen herauskommt. Ein Ehepaar, welches bei diesem Sauwetter einen Schaufensterbummel machte, erklärte Horst den Weg.

Inge machte heute einen recht abgeschlafften Eindruck und da sie in den vergangenen Tagen wenig von mir hatte, beschlossen wir, dass wir uns mal für eine Stunde absetzen. Im Einkaufszentrum setzten wir uns in ein Kaffee. Sie bemerkte meine Unruhe und so waren wir dann schon nach 45 Minuten zurück.

Es war heute eine gewisse Unruhe zu verspüren. Es war aber eine angenehme Unruhe, denn auch die ausgestiegenen waren wieder allerbester Dinge und wollten bei der Schlussetappe unbedingt dabei sein. Ich machte schon keine Notizen mehr, wer jetzt am nächsten Tag starten wollte und wer nicht. Man würde es am nächsten Tag sehen.

5. Etappe

Ronald Nickel

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