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kuerzesteEtappe 50.5km
laengesteEtappe 83.9km
Ø etappe 70.1km

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Ingo Schulze
Hauptstraße 52
72160 Horb - Nordstetten
Tel: 0049 (0) 7451/4615
Fax: - 624756
Mobil: 0171 / 42 51 435
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Das Buch über meine "Weltreise" als Passagier auf einem Frachtschiff ist fertig. Es kann bei Interesse bei mir oder beim Engelsdorfer-Verlag bestellt werden. Es kostet 18 Euro und auf 126 Seiten kann man mein 49-tägiges Seefahrtabenteuer nachvollziehen. Es ist mit über 65 Fotos bespikt, wovon 30 Bilder in Farbe sind. Es ist ein Handbuch für Nachahmer! ISBN 978-3-95488-492-6.

Cover von Ingos Buch Ingos Erfahrungen als Organisator des „TE-FR 2012. Das Buch hat 205 Seiten. ISBN 978-3-95488-207-6. Preis: 12 Euro. Alle Bücher können beim "Engelsdorfer-Verlag" bestellt werden. Gern können die Bücher auch bei Ingo direkt bestellt werden und er schreibt eine Widmung hinein. Cover von Ingos Buch ingosbuchText3
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 Übersicht

 Vorberichte
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 Nachberichte

Neu Zittau nach Beeskow / 29.08.2001
79.1 km / 133.1 km gesamt
49.2 mi / 82.7 mi gesamt
46 tnamstart / 45 tngewertet

berichtezur 2. etappe

Tageswertung

1. 03 Rainer Koch Deutschland 5:28:20
2. 09 Henry Wehder Deutschland 5:45:45
3. 11 Rene Strosny Deutschland 6:06:28
 

Gesamtwertung

1. 03 Rainer Koch Deutschland 9:17:14
2. 09 Henry Wehder Deutschland 9:35:02
3. 11 Rene Strosny Deutschland 10:05:34

deDirk Wackernagel2. Etappe
deIngo SchulzeDie Brücken-Etappe
deRonald Nickel2. Etappe


 

weiterzuBilder.
 

2. Etappe

Dirk Wackernagel


Der Eindruck soll nicht täuschen. Phasenweise hatten wir bedingt dadurch, daß die Wege nicht immer unmittelbar am Fluß entlang verliefen, kein Wasser zu sehen bekommen. Da ist es natürlich mehr als verständlich, wenn man solche Augenblicke genießt. Meine Frau ließ sich sogar hinreißen, diesen Augenblick in einem Aquarell festzuhalten.
Der zweite Tag begann mit traumhaftem Laufwetter. Wohl alle in Berlin Gestarteten waren heute wieder dabei. Blessuren gab es nur bei einigen wenigen, die halt mit Blasen oder angeschlagenen Zähennägeln zu kämpfen hatten. Das ist aber bekanntlich bei Ultraläufern kein Grund und erst recht kein Hindernis. Die Anziehungskraft des Zieles ist da noch wesentlich stärker.


Wenn man mehr als nur eine läuferische Eintagsfliege plant, gehören natürlich auch mehrere Laufschuhe dazu. Dieses Quintett aus verschiedenen Schuhpaaren (Trial, Straße, stark profilierte und leichte Modelle) habe ich komplett dabei gehabt. Eventuelles Regenwetter und die verschiedenen Laufbeläge wie Asphalt und Wald(cross)wege sind Gründe dafür. Die Zwischensohle der Schuhe, die ja bekanntlich für die Dämpfung verantwortlich ist, braucht auch mal 'ne Pause.
Nichts desto trotz liefen einige mit nur ein oder zwei Paaren bis zur Spreequelle. Die Beinarchitektur hat sich gefreut.
Heute sprangen drei Leute vom Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) zwischen uns herum und stellten unermüdlich Fragen und filmten spektakuläre Bilder, z.B. wie ich meine Füße gerade einpudere oder andere ihre Trinkflaschen am Gürtel befestigen, Blasen behandeln, die Streckenführung studieren, frühstücken, Schuhe zubinden, Startnummer befestigen, sich dehnen, 'nen Schluck aus der Wasserpulle nehmen und so weiter.

Auch der Bürgermeister gab sich die Ehre, uns auf die Strecke zu schicken. Er nahm sich schon am Vorabend die Zeit, mit uns zu speisen!
Sogar in Fürstenwalde wurden wir vom Bürgermeister begrüßt.
Zuvor gab es aber eine handfeste Verwirrung. Die im Vorfeld so gründlich recherchierte, mit Radl abgefahrene Strecke (Ingo nahm sich dafür eine ganze Woche Zeit) hatte ein nasses Hindernis bekommen. Eine Spreebrücke ist vor Fürstenwalde abgerissen worden. Niemand hatte es für nötig befunden, unseren Ingo zu informieren! ;-(
Als die vorauseilenden und mit Rennrädern bewaffneten Streckenmarkierer das merkten, war der erste Läufer schon so weit herangelaufen, daß eine mit heißer Nadel gestrickte Lösung her mußte.
Es wurde abgekürzt, nicht aber ohne vorher eine Kompensationsschleife mit Wendepunkt zu laufen. Acht Kilometer waren zu improvisieren. Ich, noch unwissend, staunte nicht schlecht, wie mir der an zweiter Position liegende Henry entgegenkam. Eines hatte die Situation aber für sich: Man sah endlich mal die Cracks und konnte den räumlich-zeitlichen Abstand erleben.
Heute wurde schon einigen Läuferinnen und Läufern mehr bewußt, daß es eine körperliche und mentale Herausforderung werden würde, 420,6 km zu bewältigen. Von den 48 gestarteten war der überwiegende Teil Erststarter beim Spreelauf. Manche hatten sogar noch nie an einem Etappenlauf dieser Dimension teilgenommen.

Unter den Kennern war dagegen die Erfahrung verankert, daß der dritte oder der vierte Tag die wahre Belastbarkeit des Körpers zeigen würde. Wer zu schnell angeht, erfährt es spätestens dann, wenn die Gebrechen sich einstellen. Kraftprobleme sind hier hingegen erfahrungsgemäß eher weniger zu erwarten. Gesund bleiben ist die große Devise.

Die ersten Läufer sollten heute schon die Segel streichen.
Die Stimmung am Ende des Tages war gut. Es wurde zwar noch über die Wendeschleife diskutiert, aber ohne Emotionen. Diese waren ausschließlich auf der Strecke geblieben. Das schwarze Eibauer Bier, das Buffet, die Massagen, das verhältnismäßig lauwarme Wasser (am Vortag war es eiskalt) und der schöne sonnige Abend ließen alle Seelen friedlich einschlafen. Ruhe war Trumph, denn am nächsten Tag stand die Königsetappe mit 83,9 km an.


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Die Brücken-Etappe

Ingo Schulze

Um 04:30 Uhr erwachten die ersten Teilnehmer und schlichen auf Zehenspitzen aus der Halle, um sich auf die zweite Etappe vorzubereiten. Gegen 05:00 Uhr kam Leben in die Bude und es war aus mit Zehenspitzenlaufen. Dieses Ritual wiederholte sich an jedem Morgen. Ein Teilnehmer bemerkte an einem dieser Morgenstunden, wie angenehm er es empfindet, wenn er zum Waschraum geht und er von jedem begrüßt wird. Die Begrüßung ist zwar manchmal etwas schwerfällig, aber es ist interessant festzustellen, dass man gefragt wird: „Wie geht es dir?“ „Was machen deine Haxen?“ „Wollen wir heute zusammenlaufen?“ Diese Fragen sind nicht einfach so daher gesagt. Die Leute interessieren sich wirklich für den anderen. Sie wollen wissen, wie es ihm geht. Es ist natürlich nicht zu verhehlen, dass manchmal etwas anderes dahintersteckt. So könnte ich mir auch vorstellen, ob man nicht nur wissen möchte, ob der andere heute noch eine Konkurrenz ist. Davon aber angesehen ist das Interesse für den anderen vorhanden und so etwas findet man nicht überall.

Die Gepäckstücke wurden hergerichtet und zum Teil vor den KITTEL Bus gestellt. Die ersten marschierten, zum Teil recht steifbeinig, zum 700 Meter entferntem „Volkshaus“. Die einen hatten ihren „Kampfanzug“ an (kurzes Höschen aus dem Läuferbeinchen mit Gänsehaut überzogen herauslugten) andere zogen es vor sich etwas überzuziehen, denn es war noch ein wenig schattig.
Der Wirt erwartete uns schon und die Mannschaft griff zu. Der Tisch war reichlich gedeckt und es war für jeden Geschmack etwas dabei.
Zweiter StartMeine Fernsehleute machten noch Aufnahmen in der Halle und kamen dann ebenfalls zum „Volkshaus“, um auch hier noch einige Aufnahmen zu machen. Ich übergab ihnen noch eine Streckenbeschreibung, weil sie uns noch unterwegs treffen wollten. Der Fahrer der Fernsehleute kam mit meiner Streckenbeschreibung nicht ganz klar und so wollte ich sie ihm erläutern. So ein Mist, es war die Beschreibung vom letzten Jahr und diese führte von Neu Zittau nach Berlin. Was soll der Geiz, es ist alles life. Er konnte sich die Sorgenfalten aus dem Gesicht kämmen und er bekam die aktuelle Beschreibung. Na also, er lächelte wieder.
Kurz vor dem Start war ich immer etwas flatterig und dieser Zustand wurde auch im weiteren Verlauf der Veranstaltung nicht besser. Er wird aber auch nach dem 20. Spreelauf nicht besser werden. So erging es mir beim Deutschlandlauf, kurz „DL98“ und beim „Spreelauf 2000“. Es ist ja auch kein Wunder, da soll der Start in wenigen Minuten sein und wie ist die Situation? Der eine muss noch auf dem Topf, der andere sucht seine Streckenbeschreibung, ein weiterer schüttet sich schnell noch eine Tasse Kaffee hinein usw. Ich versuche die Liste der Anwesenden abzuhaken und dann fehlt noch der Klaus und der, Karle ist zuviel und der Moritz meldet sich, obwohl er kein Läufer ist. Dann ist alles soweit und dann muss der Starter feststellen, dass seine Uhr noch im Kofferraum liegt. Trotz der Hektik konnte der Start jeden Tag beinahe auf die Minute vollzogen werden. Im Gegensatz zu meinen anderen Veranstaltungen habe ich mich inzwischen darüber hinweggesetzt, dass ich auf die Bummelanten warte. Startaufstellung und los. Wer noch nicht fertig ist, der muss eben hinterherlaufen. Im Grunde genommen sehr einfach, aber gerade bei einfachen Dingen bin ich manchmal recht schwerfällig. Der zweite Start wurde in der Regel von Thomas oder Sebastian gemacht. Es war noch nicht ganz hell und die Läufer setzten sich schwerfällig unter Beobachtung der Fernsehkamera in Bewegung.

Nun waren die Kameraden auf der Strecke und ich konnte meine Tasse Kaffee trinken. Mit dem Frühstück war es so eine Sache bei mir. Ich trank, wenn überhaupt, eine Tasse Kaffee und machte mich dann auf dem Weg. Meine Inge lief mir geradezu jeden Tag hinterher, um mir noch einige Scheiben Brot ins Handschuhfach zu legen, damit sie dort vertrockneten.
Zwischen 06:30 und 06:45 Uhr ging ich auf die Piste. Ich wollte die Läufer nach wenigen Km einholen, um ihnen noch einmal zuzuwinken. Horst und seine Truppe hatten zu dieser Zeit die Strecke schon etliche Kilometer markiert. Die Markierung war hervorragend. Am Abend zuvor setzte Horst sich auf seinen Drahtesel und markierte 10 oder noch mehr km mit Aufklebern. Nach dem Start nahm er noch einige Ergänzungen vor und perfektionierte die Markierung mit Kreidepfeilen. Ach ja, Kreidepfeile, unser Horst muss manchmal sehr viel Zeit gehabt haben. So freuten sich die Läufer über seine Kommentare und Hinweise. So zum Beispiel: „Ihr seid auf dem richtigen Weg“, „viel Glück“, „bleibt auf der Strecke“, „schon 12 km“, „noch 20 km“ oder er machte Pfeile und Kilometerangaben mit herumliegendem Tannenzapfen und Buschwerk. Seine Streckenmarkierung war durchweg gut bis sehr gut und dieses wurde ihm jeden Tag durch die Mannschaft und insbesondere der Teilnehmer aufs Neue bestätigt.

Durch seine reichhaltige Markierung war es auch für die Betreuerfahrzeuge oft hilfreich, dass sie ihren Weg zur nächsten Versorgungsstation fanden. Für die Versorgungsfahrzeuge war es nicht immer leicht, dass sie auf Anhieb ihr Ziel fanden. Henry hatte eine Beschreibung ausgearbeitet, aber die hatte er auch nur gemäß Karte machen können. Anders ist es nun mal nicht möglich und hierzu habe ich auch keine bessere Idee. Auf jeden Fall ist es für die Versorger sehr hilfreich gewesen und ich werde an dieser Beschreibung kaum etwas ändern. Geflucht haben sie manchmal nur über die vielen Umleitungen und Einbahnstraßen. Es war schon zum Verzweifeln, du siehst da vorn deinen vorgesehenen Versorgungsstand und musst dann kreuz und quer fahren. Horst versprach mir am letzten Tag, dass er auch im nächsten Jahr wieder gern dabei ist. Horst, du bist bereits vorgemerkt und brauchst eine gute Ausrede, um nicht dabei zu sein!

Harald Feihle war jeden Morgen bemüht, dass er den 1. und 2. Versorgungspunkt möglichst schnell besetzen ließ. Es wurde schon mal gebrummelt, dass es ja noch Zeit ist. Die Zeit im Startbereich räumte Harald ihnen aber nicht ein. Er war der Meinung, dass es egal ist, ob sie nun im Startbereich oder am Versorgungsstand warten und dann schon lieber am Versorgungsstand. Mann musste ja auch immer damit rechnen, dass etwas dazwischen kommt. Harald machte jeden Abend seine Betreuerbesprechung. Es war eine Sache, aus der ich mich heraushielt, denn so wie er es durchführte, entsprach es genau meinen Vorstellungen. Harald schien mir sehr sachlich und bestimmt. Ich kann nur hoffen, dass auch er mir weiterhin beim „Spreelauf“ zur Verfügung steht.

Die Spitzengruppe, bestehend aus Rainer Koch, Henry Wehder und Rene Strosny war dicht beisammen. Dicht dahinter waren Guus Smit aus Holland, Ludger Garding und Rainer Selch in Lauerstellung.
Ich musste nach Fürstenwalde vorfahren, um mich mit Bürgermeister Reim zu treffen. Der Treffpunkt sollte vor dem Rathaus sein. Auf dem Wege dorthin fuhr ich in die Eisenbahnstraße falsch hinein. Ein Autofahrer, der mir entgegenkam und Zeichen mit der Lichthupe gab, nervte mich zuerst, aber dann war ich ihm für diesen Hinweis sehr dankbar.
Auf dem Marktplatz traf ich dann Herrn Bürgermeister Reim, das Fernsehteam und die örtliche Presse. Der Verpflegungstand gab alles her, was aufzubieten war. Mein Handy machte sich bemerkbar und Horst berichtete mir, dass irgendwo bei km 51,8 eine Brücke nicht passierbar war. Ich rief bei der zuständigen Polizeibehörde an und ließ mir sagen, dass diese nur für den KFZ Betrieb gesperrt ist, Fußgänger dürfen diese auf eigene Gefahr benutzen. Ich war beruhigt und meldetet es Horst. Jetzt kam es knüppeldick, denn es musste bei km 55,5 noch eine weitere Autobahnbrücke geben und die war wirklich futsch. So ein blöder LKW Fahrer hat seinen LKW unter der Brücke durch Feuer entsorgt und dann musste das Ding aus Sicherheitsgründen abgetakelt werden. Die Polizei konnte mir hier schlecht weiterhelfen. Es gab hier noch einige Möglichkeiten durch den Wald, aber da musste man sich vor Ort selbst erkundigen, wie es weitergeht.

Das Fernsehteam hatte Blut geleckt. Was Brücke weg? wie geht es weiter? was machen sie jetzt? ist der Spreelauf gefährdet? was machen sie wenn.....? Ingo, dachte ich, bleibe jetzt ganz cool. Weltmännisch sagte ich dem Team, dass wir das schon hinbiegen werden. Innerlich bebte in mir ein Vulkan und meine Augen funkelten bereits dunkelrot. Was ich jetzt brauchte, war eine Sonnenbrille, aber ich trage normalerweise keine!
Endlich allein in meinem Auto sitzend, konnte ich in der Wortschatzkiste meine gemeinsten Flüche greifen, musste das jetzt sein? Vielleicht war es auch nicht so schlimm. Ich beeilte mich an den Ort der Panne zu kommen. Unterwegs wurde ich noch durch Anrufe aufgehalten. Endlich war ich in Briesen, hier musste es irgendwo sein. Meine Fernsehleute waren schon da und mir wurde immer wieder das Mikrophon vor die Nase gehalten. Wichtig war für mich, dass ich nach außen hin ruhig und gelassen blieb und nur keine Hektik zeige. Presse vor Ort ist schon Klasse, aber jetzt verfluchte ich sie. Wäre ich allein gewesen, dann wären meine Räder bis auf die Felgen durchgedreht und ich hätte ohne Umwege nach einer Alternative gesucht. Inge und Hansi wollten ein Stück zurückfahren, um eine weitere Möglichkeit der Autobahnüberquerung zu suchen. Horst kam jetzt leicht ins Rotieren und fuhr ebenfalls mit seinem Fahrrad zurück. Mir waren zu dieser Zeit die Hände gebunden, denn ich konnte nicht überall gleichzeitig sein.

Ich konnte noch so sehr auf die andere Seite der Brücke zu schauen, es gab hier absolut keine Möglichkeit. Ich fuhr in den Ort. Irgendjemand musste mir sagen können, wie ich da rüber komme. Dann sah ich auf Höhe der Sparkasse einen Hinweis zur „Kehrsdorfer Schleuse“ Na also. Jubilierend wollte ich es Hansi und Inge melden. Diese teilten mir allerdings mit, dass sie eine andere Möglichkeit gefunden und den ersten Läufer wieder zurückgeschickt haben. Schweißperlen rannen mir von der blanken Stirn. Zurückgeschickt? Was ist mit den anderen? Schnell konnte ich beruhigt werden. Der erste Läufer wurde angehalten und mussten etwa 2 km zurücklaufen, dann bogen sie links ab, um über einen Fußgängersteg wieder auf die geplante Strecke zu kommen. Nachfolgende Läufer waren am schimpfen und zeigten mir teilweise einen Vogel. Es war für sie schlecht nachvollziehbar: Sie kommen aus einer Richtung, biegen links ab, laufen bis zu einem Wendepunkt und laufen dann auf der Höhe, wo sie herauskamen wieder links. Hier stellt sich für den Läufer die berechtigte Frage, Warum sie nicht gleich geradeaus laufen durften? Die Antwort ist im Nachhinein sehr einfach und simpel: „Weil der erste Läufer bis zu diesem Punkt gekommen ist!“ Infolge dessen muss jeder nachkommende Läufer die gleiche Strecke laufen. Mit Zeitschiebereien und Zeitgutschreiben ist hier nichts zu machen. Eine andere Reaktion hätte den gesamten Wettkampf und die Zeitnahme in Frage gestellt. Ich könnte dann gleich nach der Sonnenuhr stoppen lassen.

Als einen sehr glücklichen Umstand war zu bewerten, dass die Vorsorgungsmannschaft der 5. Versorgungsstation sich zufällig hierhin verirrt hatte. So wurde dieser dann hierhin verlegt und sie hatten eine Kontrolle, wer den Wendepunkt angelaufen hatte. Die Fernsehreporterin war sehr hartnäckig und stellte jetzt den Versorgern Fragen, während ich mich jetzt aus dem Staub machte. Endlich allein!

Ein schönes ZielDie ganze Sache ist glimpflich abgelaufen. Hier mussten die Betreuer vor Ort reagieren. Hansi und Inge taten genau das Richtige. Ich musste jetzt lediglich nur genau über die Sachlage und Maßnahme informiert werden. Es ist aber zu überlegen, ob ich für den „3. Internationalen Spreelauf“ diese Änderung beibehalte.
An der blöden, nicht mehr existierenden Brücke wieder angekommen, folgte ich dem Hinweisschild „Kehrsdorfer Schleuse“ und schon befand ich mich auf der Autobahn. Ich habe nicht auf den Kilometerzähler geachtet, aber ich bin mindestens 20 km gefahren, bis ich ein weiteres Schild las, was mich zur Schleuse bringen sollte und schon war ich wieder auf der Autobahn. Man muss sich das mal vorstellen, da fährt man über 40 km, um auf die andere Seite einer Brücke zu kommen.

Meine Sanis meldeten sich und äußerten ihre Besorgnis, dass sie eventuell den nächsten Versorgungspunkt nicht rechtzeitig besetzen können. Ich glaube aber, dass sie es noch geschafft haben. Ich war wieder auf dem richtigen Kurs und brauchte jetzt einen Kaffee, obwohl mir ein „Underberg“ jetzt besser getan hätte.
Die ersten Läufer waren in Sicht. Thomas und Sebastian waren bereit für die Zeitnahme.
 




Zum „Sport- und Freizeit-Zentrum“ waren es beinahe 1.500 Meter zu laufen. Der Großteil der Läufer verzichtete auf einen Transfer. 45 Läufer konnte ich in Beeskow begrüßen. Der letzte Läufer benötigte 12:11,14 Stunden.
Das Essen war, wie jeden Tag auf 18:00 Uhr bestellt. Frau Leipold bewirtete uns wieder sehr gut. Die Menge stimmte allerdings nicht ganz und Die Letzten mussten auf die restliche Suppe, Bratwurst und Schweinemett ausweichen. Mit ein bisschen Phantasie konnte man doch noch satt werden. Das Essen wurde uns vor der Turnhalle, im Freien kredenzt. Die Stimmung war gut und Uwe fragte, ob er einschenken kann. Inge verteilte wieder die Getränke und Speisen. Es lief vieles automatisch und da konnte ich hin und her laufen, wie ich wollte, es lief einfach.
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2. Etappe

Ronald Nickel

Auf dieser Etappe laufe ich von Anfang an mit Hans-Jürgen, es ist unglaublich an diesem Tag haben wir exakt dengleich Schritt.
Etwas Verwirrung kam dann auf, als wir auf eine Wendestrecke von 3,6km kamen. Ein Lauf, immer an der Spree entlang und dann ein Wendepunkt? Des Rätsels Lösung, durch einen LKW Unfall musste eine Brücke abgerissen werden, also sind die Streckenmarkieren zurück zu einer anderen Brücke, aber die ersten Läufer kamen ihnen schon entgegen und damit die Bedingungen für alle gleich sein mussten gab es hier einen Wendepunkt.


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